Chronik Verein

Aus der Vereinschronik:

Mit Stolz blickte die Bauernkapelle Pilsbach im Jahr 2005 auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Leider liegen aus den ersten Jahren keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr vor.Es geht jedoch aus mündlichen Überlieferungen hervor, dass im Jahre 1905 ein Bläserquartett gegründet wurde, und somit die ersten blasmusikalischen Ereignisse stattgefunden haben. Durch die Wirren des 1. Weltkrieges (1914 – 1918) löst sich diese Gruppierung jedoch wieder auf.

1. Reihe sitzend v.l.n.r.: Karl Stadlmayr (Holzinger in Kirchstetten), Josef Seebauer, Johann Stadlmayr, Hans Vogl, 2 sitzende Flügelhornisten unbekannt
2. Reihe stehend v.l.n.r.: Gustl Lackerbauer, Johann Raab (Schuster in Unterpilsbach) 3. u. 4. Person unbekannt, Josef Raab, Dominik Raab, Karl Stadlmayr (Stöckl)
3. Reihe stehend v.l.n.r.: 1. u. 2. Person nicht bekannt, Anton Raab, Baumgartinger (Wirt Kirchstetten), Hans Bucher

1919
Ab dem Jahre 1919 finden sich wieder mehrere musikbegeisterte Pilsbacher zusammen und lernen ein Instrument.

1927
Im Jahre 1927 besteht die Blaskapelle bereits aus 18 Personen und übernimmt die musikalischen Umrahmungen bei diversen Festen und Feierlichkeiten, Begräbnissen, Platz- und Gartenkonzerten, Silvesterfeiern usw. In der Chronik ist nachzulesen, dass es immer sehr fröhlich herging. Das Stammlokal ist das Gasthaus Baumgartinger (Wirt in Kirchstetten). Durch den zweiten Weltkrieg 1939 -1945 löst sich die Kapelle wiederum auf.

Die Musikkapelle zu Beginn der 30er-Jahre

Eine kleine Partie der Pilsbacher mit Burschen aus der Gemeinde Pilsbach

1953
Sehr großen Anteil an der Wiedergeburt der Bauernkapelle Pilsbach nach dem 2. Weltkrieg
hat Karl Stadlmayr (Holzinger in Kirchstetten).

Bauernkapelle Pilsbach im Jahr 1953:

1. Reihe vorne v.l.n.r.: Martin Adam, Johann Raab
2. Reihe: Ernst Lughofer, Anton Mair, Kpm. Leopold Tuder, Stbf. Karl Stadlmayr,Josef Holzinger (Wirt Sepp), Michael Wellmann
3. Reihe: Georg Strasser, Alois Ennsberger, Ernst Neudorfer, Karl Ennsberger, Franz Gruber, Johann Gehmayr
4. Reihe: Alois Lughofer, Alois Gruber (Oberhauser), Alois Strasser, Johann Ebner, Karl Watzinger

1955
Musikalische Umrahmung bei der Einweihung des Gemeindeamtes in Pilsbach.

Foto links: Einweihung des Gemeindeamtes Pilsbach
Foto rechts: Karl Stadlmayr (vulgo „Holzinger in Kirchstetten“) hat sehr großen Anteil, dass nach dem 2. Weltkrieg die Bauernkapelle wieder aufgebaut wird. Der Blasmusikverband würdigt diese Verdienste entsprechend. Im Jahre 1956 wird ihm das „Goldene Ehrenzeichen“ des Blasmusikverbandes überreicht.

1956
Erstmalige Teilnahme an einer Marschwertung in Schwanenstadt.
Stabführer ist Leopold Tuder. 1. Preis mit Auszeichnung.

Seit dem Jahr 1956 nimmt die Bauernkapelle Pilsbach auch die Funktion als Kolpingkapelle Vöcklabruck wahr. In diesem Jahr begleitet die Kapelle den damaligen Gesellenverein bei der Fahrt zum Katholikentag nach Köln. Für die Kolpingfamilie Vöcklabruck musiziert die Bauernkapelle Pilsbach bei Anlässen wie Kolpinggedenktag, Maiandacht, Kinderfasching sowie diversen anderen Veranstaltungen des Vereins im Kolpinghaus, wo die Kapelle auch ihre jährlichen Frühjahrs- und Herbstkonzerte aufführt.

Aus diesen Aktivitäten für die Kolpingfamilie entstand auch diefreundschaftliche Verbindung zur Kolpingkapelle Cham im bayrischen Wald.

1957

Die Bauernkapelle Pilsbach mit Kapellmeister Leopold Tuder und Stabführer Karl Stadlmayr im Jahr 1957 beim Musikfest in Wels.

1960 (60er Jahre)
Die Musikproben finden anfangs bei verschiedenen Musikern zu Hause statt, später probt man beim Wirt in Kirchstetten und im Gasthaus Rosa Raab in Oberpilsbach. Dieser Proberaum wird schnell zu klein und man entschließt sich zum Bau eines eigenen Musikheimes.

1964
Josef Kritzinger aus Gampern übernimmt die Kapellmeisterstelle bei derBauernkapelle Pilsbach, die er aus gesundheitlichen und zeitlichen Gründen im Jahre 1974 zurücklegt.

1968
In den Jahren 1968 bis 1971 wird neben dem Gemeindeamt ein Musikheim errichtet. Dies geschieht in Eigenregie und mit tatkräftiger Unterstützung aller Pilsbacher. Den dazu notwendigen Grund spendet Josef Ennsberger,
„Flipp in Oberpilsbach“. Heinrich Furtmüller übernimmt die Obmannstelle der Kapelle und ist hauptverantwortlich für den Bau des 1. Musikheimes in Oberpilsbach.

1971

Musikheim in Oberpilsbach

1973

Bauernkapelle Pilsbach

1975

Wolfgang Paulik übernimmt in der Zeit von 1975 – 1976 die Stelle als Kapellmeister.

1976
Im Jahre 1976 wird die Bauernkapelle Pilsbach neu eingekleidet. Die Musiker bekommeneine echte Vöcklabrucker Tracht, die heute noch aktuell ist.

Unsere Musikkapelle mit der neuen Tracht unter Kapellmeister Paulik

Nachdem Kapellmeister Paulik im Herbst 1976 aus beruflichen Gründen sein Kapellmeisteramt zurücklegt, übernimmt Herbert Mairleitner aus Attnang-Puchheim die Kapellmeisterstelle.

1978
Kapellmeister Herbert Mairleitner legt sehr großen Wert legt er auf die Jugendausbildung und startet das erste Jugendorchester.

Schülerweihnachtsfeier 1978 im Musikheim

1979
Alois Neudorfer übernimmt das Amt des Stabführers von Johann Stopfner. Durch intensive Probenarbeit steigert er die Marschierkunst der Bauernkapelle Pilsbach. Unter seiner Führung werden erstmals Marsch-Shows einstudiert, mit denen die Musiker bei den Marschwertungen in der höchsten  Leistungsstufe antreten.

1988
Die Kapelle nimmt bei den „Internationalen Musiktagen“ in Rastede (Norddeutschland) teil. Kapellmeister Mairleitner wird als bester Dirigent ausgezeichnet. Unter der Führung von Alois Neudorfer konnte bei diesem Bewerb auch im Marschieren der 1. Preis von der Bauernkapelle gewonnen werden.

Kapellmeister Herbert Mairleitner und Stabführer Alois Neudorfer

1994
Die Bauernkapelle konnte die „Franz-Kinzl-Medaille“ für 10 ausgezeichnete Erfolge bei Konzertwertungen und 5 ausgezeichnete Erfolge beiMarschwertung aus den Händen von LH Ratzenböck in Empfang nehmen.

1995
Die Bauernkapelle Pilsbach feiert ihr 90-jähriges Bestehen.

1996

Durch die musikalische Entwicklung und die mittlerweile große Anzahl an Musikern (über 50) genügt das bisherige Musikheim nicht mehr den Anforderungen. Es wird ein Neubau beschlossen und im März 1996 erfolgt der Spatenstich. Das Musikheim wird vergrößert und aufgestockt. Im ersten Stock werden ein Aufenthaltsraum und das Archiv eingerichtet. Der Proberaum wird erweitert und an die akustischen Anforderungen angepasst. Noch im Winter 1996 werden die ersten Proben im neuen Musikheim abgehalten, die offizielle Einweihung erfolgt 1997 mit einem großen Musikfest.

Josef Oberndorfer übernimmt die Stabführung von Alois Neudorfer, da dieser Obmann der Bauernkapelle Pilsbach wird. Stabführer Oberndorfer setzt den erfolgreichen Weg im Bereich der Marschmusik fort. Unter seiner Stabführung wird bei den Marschwertungen immer in der höchsten Stufe  aufmarschiert.

Probenraum

v.l.n.r. Bgm. Alois Gruber, Gisela Mairleitner, Ing. Gerhard Ortner, Alois Neudorfer u. Herbert Mairleitner

1999
Herbert Mairleitner wird für 22-jährige Kapellmeistertätigkeit mit dem Ehrenring der Gemeinde Pilsbach ausgezeichnet. Unter seiner Leitung tritt die Musikkapelle insgesamt 22-mal bei Konzertwertungsspielen an und erspielt viele ausgezeichnete Erfolge. Von Kapellmeister Gerhard Ortner wird der erfolgreiche Weg fortgeführt. Bereits bei der ersten Konzertwertung 1999 in Pöndorf wird ein ausgezeichneter Erfolg erzielt. Die Bauernkapelle Pilsbach kann sich glücklich schätzen, dass aus den eigenen Reihen ein ausgezeichneter Kapellmeister für dieses Amt zur Verfügung steht.

2001
In diesem Jahr gibt es für den Verein einen speziellen Höhepunkt. Bei den „Internationalen Musiktagen“ in Vöcklabruck nimmt die Bauernkapelle Pilsbach unter Stabführer Josef Oberndorfer beim Bewerb „Musik in Bewegung“ teil, gewinnt diesen und bekommt dafür den begehrten „WINDSTAB“!

2002
Nach 6-jähriger Zeit als Obmann stellt Alois Neudorfer aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Seit dieser Zeit wird die Obmannstelle von Gemeindesekretär Rudolf Ennsberger bekleidet.

2004
Als Anerkennung der musikalischen Leistung erhält die Bauernkapelle Pilsbach im Jahr 2004 bereits die 6. Ehrung der Oö. Landesregierung durch LR Dr. Josef Pühringer für die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an Konzert- und Marschwertungen.

v.l.n.r. LH Dr. Josef Pühringer, Bgm. Alois Gruber, Obmann Rudolf Ennsberger, Präsident OÖBV Mag. Josef Lemmerer, Kapellmeister Ing. Gerhard Ortner u. Stabführer Josef Oberndorfer

2005
Mit einem 3-tägigen Hallenfest feiert die Bauernkapelle Pilsbach ihr 100-Jahr-Jubiläum. Zum Auftakt der Feierlichkeiten werden 17 Gastkapellen aus Nah und Fern empfangen. Die Musikvereine marschieren auf dem Festplatz ein, wo sie sich zum Festakt aufstellen. Die Festredner gratulieren zum Geburtstag  und ließen auch die 100-jährige Geschichte der Musikkapelle Revue passieren. Nach dem Gesamtspiel der mehr als 600 Musikerinnen und Musiker marschieren die Gäste in die Festhalle, wo der Musikverein Neukirchen bei Lambach zum Dämmerschoppen aufspielte.

Der Samstag war der Tag der Jugend: Die bekannte Band „Starmix“ begeisterte die jugendlichen Gäste bis in die frühen Morgenstunden und der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst im Gemeindesaal Pilsbach. Anschließend umrahmte der Musikverein Ungenach den gut besuchten Frühschoppen, der den Abschluss der Feier zum 100-Jahr-Jubiläum bildete.

2006
Josef Oberndorfer, Posaunist und Stabführer der Bauernkapelle Pilsbach ist nach schwerer Krankheit im 44. Lebensjahr verstorben. Alois Neudorfer übernimmt das Amt des Stabführers.

2008
Bei der Generalversammlung werden auch Neuwahlen durchgeführt. Die Funktionen werden im Wesentlichen bestätigt. Zum neuen Stabführer wird Christian Reiter aus Unterpilsbach. Seine Frau Mag. Andrea Reiter wird als Obmann-Stellvertreterin gewählt.

v.l.n.r. Stabführer Christian Reiter, Obmann Rudolf Ennsberger, Kapellmeister Ing. Gerhard Ortner

2010
Nach 35 Jahren haben die Musiker/innen der Bauernkapelle Pilsbach beschlossen, die stark abgetragene Tracht zu erneuern.

2011
Bei der Generalversammlung mit Neuwahlen wurde Andrea Reiter zur neuen Obfrau gewählt. Sie ist somit erste Obfrau einer Musikkapelle im Bezirk Vöcklabruck.

Alois Neudorfer beendet nach 40 Jahren seine aktive Mitgliedschaft. Er wurde für sein langjähriges Wirken als Stabführer zum Ehrenstabführer ernannt.

Im Jahr 2011 spielt die BK Pilsbach zum ersten Mal das Frühjahrskonzert in neuer Tracht.

Bei der Konzertwertung in Lenzing wird die BK Pilsbach Punktesieger (93,25 Pkt.) in der Leistungsstufe C mit dem Pflichtstück „Green Hills Fantasy“ von Thomas Doss, dem Selbstwahlstück „A Highland Rhapsody“ von Jan Van der Roost und dem Marsch „Dem Vater der Musik“.